Die Ära der Unausgewogenheit beginnt.

Liebe Leser_innen, darf ich mich vorstellen? Ich bin Mimi Vesuvio. Laut WordPress ist dies mein dreizehnter Anlauf, diesen Einstiegspost zu schreiben. Der erste war vor zwei Wochen. Das spricht weder für meine Entscheidungsfreudigkeit noch für mein Zeitmanagement. Aber hey, alle guten Dinge sind dreizehn! Oder so. Und verglichen mit der Anzahl von Anläufen, die ich gebraucht habe um meine Masterarbeit endlich in die Gänge (und dann noch zu Ende) zu bringen ist das gar nichts.

Das Schreiben dieses Posts fällt mir so schwer, weil er ein Anfang ist. Und wie wir wissen, kann ein Anfang immer auch der Anfang vom Ende sein. Hab ich schon erwähnt, dass ich zu Pessimismus Pragmatismus neige? Da ich vorhabe, künftig hier einen Teil meines Herzbluts zu vergiessen, fürchte ich mich davor, euren Geschmack nicht zu treffen. Denn auch wenn es viele von sich behaupten, ist niemand Allesesser_in. Und das ist auch gut so. Denn auch hier soll es nicht nur darum gehen, was man sich alles auf der Zunge zergehen lassen kann. Es geht auch darum, was wir auf keinen Fall schlucken sollten.

Feministische Gesellschaftsanalysen, Reflexionen über Populärkultur und Erlebnisberichte aus meiner viel zu kleinen Grossstadtküche (sofern Zürich als Grossstadt bezeichnet werden darf) sollen hier künftig nebeneinander, oder vielmehr untereinander stehen. Wieso? Weil es für mich eben zusammengehört. Wer denkt beim Kochen oder Backen nicht über andere Dinge nach? Und wer kriegt beim Nachdenken schon keinen Hunger? Ein weiteres Argument für die Verknüpfung von Feminismus und Essen hat Feminist Foodie auf ihrem Blog sehr schön formuliert:

how do feminism and food intersect, you ask? Simple. We renounce post-meal guilt, embrace our bodies‘ needs for fuel and step forward as healthy, nourished women ready to take on the patriarchal paradigm.

Diesem Aufruf schliesse ich mich gerne an. Die Ära der Unausgewogenheit kann beginnen!

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